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Meudalismus
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1. Warum geht die Wirtschaft mal rauf und mal runter?

FAZ.NET

Harald Wozniewski

“Eine in Lehrbüchern verbreitete idealtypische Darstellung bildet eine Sinuskurve ab, die einen mehrere Jahre währenden Zyklus symbolisieren soll: Einem Aufschwung der Wirtschaft folgt ein kurzfristiger Boom (das ist der Höhepunkt der Kurve), an den sich ein Abschwung anschließt, der nach Durchschreiten eines Tals (der Tiefpunkt der Kurve) in einen neuen Aufschwung mündet. Der Verlauf der deutschen Konjunktur zwischen Mitte der fünfziger und Mitte der sechziger Jahre ähnelt einer Sinuskurve. Leider sind solche idealtypischen Auf- und Abschwünge eher die Ausnahme als die Regel.

In der Wirklichkeit erscheint alles möglich: Manchmal wachsen Wirtschaften über einen langen Zeitraum mit hohen Raten, in anderen Fällen wurden lange Phasen nur sehr geringen Wachstums registriert - zum Beispiel in Italien in den vergangenen Jahren. Anfang der dreißiger Jahre hingegen brach die Wirtschaft so fürchterlich ein wie noch nie zuvor - und brauchte Jahre, um sich zu erholen. Dieser Vielfalt von Schwankungen in der Realität entspricht eine Vielfalt von Erklärungen des Konjunkturphänomens.”

Dazu schon
[Fakten/Konjunktur] “Meudaleffekt, Geldmengenwachstum und Konjunktur” am Anfang

Vor allem technischer Wandel beeinflußt die Konjunktur

Eine besonders einflußreiche Erklärung stammt aus Amerika und trägt den etwas abschreckenden Namen „Theorie realer Konjunkturzyklen“. Zu den Vätern dieser Theorie zählen die beiden Nobelpreisträger des Jahres 2004, Edward Prescott und Finn Kydland. Das Wort real bedeutet: Die Ökonomen tun in ihren Untersuchungen so, als funktioniere die Wirtschaft ohne Geld. Das klingt zwar zunächst ziemlich absurd, ist aber aus Gründen der Vereinfachung eine gängige Arbeitshypothese.

Der Grundgedanke der Theorie lautet, daß Schwankungen der Wirtschaft das Ergebnis zufälliger und nicht prognostizierbarer Einflüsse seien. Dabei kann es sich um Naturkatastrophen handeln, Veränderungen der Wirtschaftspolitik (wie eine drastische Steuererhöhung), eine dramatische Verteuerung von Energie oder um bahnbrechende Erfindungen. Die Theorie arbeitet meist mit der Annahme, vor allem technischer Wandel beeinflusse die Konjunktur. In diesem Lichte ließe sich der in manchen Ländern kräftige Konjunkturaufschwung Ende der neunziger Jahre als Folge der „new economy“ erklären.”

Dazu [Modelle/Kontratieff] “Das Ende des ‘Nils in der Wüste’ und die Kondratieff-Zyklen”

Eine Wirtschaft ohne Geld zu erklären? Das muss wohl der Grund sein, weshalb von vielen Volkswirten die vorhandenen Probleme nicht richtig begriffen und beantwortet werden (Siehe nur [Irrwege/HamburgerAppell] “Die Volkswirtschaftslehre in den Fängen des Meudalismus: Der Hamburger Appell”).

“... in manchen Ländern ein kräftiger Konjunkturaufschwung Ende der neunziger Jahre als Folge der ‘new economy’”? Das halte ich für ein Gerücht. Damals war das Gerede vom Aufschwung groß, obwohl die Statistiken einen Aufschwung nicht belegten (Siehe nur für Deutschland [Fakten/Konjunktur] “Meudaleffekt, Geldmengenwachstum und Konjunktur” Diagramm).

“Schon seit langer Zeit existiert die These, ein wirtschaftlicher Abschwung entstehe durch zu großes Sparen der Bürger und zu geringe Investitionen der Unternehmen. Denn die Welt ist unsicher, und so mögen Menschen aus Gründen der Vorsicht oder wegen negativer Zukunftserwartungen viel sparen und die Unternehmen wenig investieren. In diesem Fall stürzt die Wirtschaft in eine Krise, aus der sie sich möglicherweise nicht mehr aus eigener Kraft befreien kann.

Die Stimmung hat zumindest kurzfristig Einfluß

Diese Ansicht wurde in der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre von dem Briten John Maynard Keynes popularisiert - der Grundgedanke ist allerdings viel älter. Daß der Wirtschaftsverlauf zumindest kurzfristig von Stimmungen der Menschen abhängig sein kann, wird heute kaum bestritten. Eine allgemeingültige Theorie entstand daraus jedoch nicht.

So streiten bis heute namhafte Fachleute über die Frage, worin die Ursache der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre bestanden hat.”

Nun, der Artikel der FAZ.NET führt zwar ein in verbreitete Thesen - wozu meine These vom “Nil in der Wüste” offensichtlich nicht gehört -, lässt aber eine eigene oder selbst vertretene Erklärung vermissen.

Kleine Konjunkturschwankungen sind sicher mit den angebotenen Erklärungen zutreffend beschrieben. Die langen “Zyklen” jedoch, die Kondratieff im Visier hatte, lassen sich damit nicht Erklären. Auch Kondratieffs Erklärung mit Basisinnovationen ist falsch. In Wirklichkeit ist die Veränderung des Geldflusses in der Volks- und Weltwirtschaft, wie in [Modelle/Der Nil] “Wenn das Geld fließt wie der Nil in der Wüste” beschrieben, der Grund für den Abwärtstrend. Ein echter anhaltender Aufschwung kam in der Geschichte immer nur durch eine Verbreiterung des Geldflusses zustande, wie es auch erklärtes, primäres politisches Ziel eines Ludwig Erhard war ([Modelle/Kontratieff] “Das Ende des ‘Nils in der Wüste’ und die Kondratieff-Zyklen” und [Nachwort]).

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