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Dr. Hans Kissling
Hans Kissling

Reichtum ohne Leistung
Hans Kissling, Reichtum ohne Leistung - Die Feudalisierung der Schweiz

Die Feudalisierung der Schweiz

 

 

120 Seiten, broschiert
Preis: Fr. 26.00 / € 16.60 (D)
ISBN-Nr.: 978-3-7253-0902-3
Erschienen: Verlag Rüegger Zürich April 2008

“Die Vererbung grosser Reichtümer ist ein Mechanismus, der eine zentrale Komponente des Feudalismus bildete. Der Reichtum in der Schweiz erhält so mehr und mehr eine feudale Komponente. Auch die Ungleichheit, die sich in der Verteilung der Einkommen spiegelt, ähnelt immer mehr den Verhältnissen im ehemaligen Feudalismus.”

Kurzbeschreibung:

Reichtum ohne Leistung – droht der Schweiz ein Neofeudalismus? Die Verteilung der Vermögen hat ein Ausmass erreicht, das den Verhältnissen im Feudalismus des Ancien Régime nahe kommt. Die Kluft vergrössert sich nicht nur zwischen Arm und Reich, sondern auch zwischen dem Mittelstand und den Reichsten. Dies belegt die Studie eines ehemaligen kantonalen Statistik-Chefs anhand erstmals publizierten Berechnungen aus der Steuerstatistik des Kantons Zürich, die auch für die gesamte Schweiz von Bedeutung sind. So besitzen im Kanton Zürich die drei reichsten Steuerpflichtigen gleich viel Vermögen wie 412’000 Steuerpflichtige, das ist mehr als die Hälfte aller Steuerpflichtigen. Die reichsten 10 Steuerpflichtigen besitzen sogar gleich viel wie zwei Drittel aller Steuerpflichtigen.

Die Studie zeigt auch auf, dass in den kommenden Jahren riesige Vermögen auf die nächste Generation vererbt werden und dadurch die Ungleichheit in der Verteilung der Vermögen noch verschärft wird. Dies wird dazu führen, dass die höchsten Einkommen künftig nicht mehr durch im Markt erbrachte persönliche Leistungen erzielt werden, sondern in Form von Erträgen aus den geerbten Megavermögen. Der sogenannte Leistungswettbewerb wird so mehr und mehr in Frage gestellt.

Ebenfalls analysiert werden die aus der zunehmenden Ungleichheit entstehenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Risiken. Schliesslich zeigt die Studie auf, mit welchen Massnahmen die Politik Gegensteuer gegen diese Entwicklung geben kann.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung/Einführung
Die meritokratische Marktwirtschaft – Realität oder Mythos?
Verteilung des Reichtums fast wie im Feudalismus
Wer gilt als «superreich»?
Die Neureichen – die (marktwirtschaftlich) «legitimen» Reichen: Haefner, Blocher, Hayek...
Die Geldaristokraten: Oeri, Hottinger, Bertarelli…
Neues Geld wird altes Geld – Künftige Vererbung von Megavermögen als Motor der Feudalisierung
Die Schattenseiten der feudalen Marktwirtschaft
Die Legende «Leistungswettbewerb»
Feudalisierung der Marktwirtschaft bringt volkswirtschaftliche Nachteile
Feudalisierung untergräbt Fundament von Bundesstaat und Demokratie
Krasse Ungleichheit destabilisiert die Gesellschaft und stellt die Marktwirtschaft in Frage
Feudalisierung beschert dem Staat gigantische Kosten
Wege aus der Feudalisierungsfalle – Bausteine einer fairen Marktwirtschaft

Rezensionen

«Kissling: Es gibt eine krasse Umverteilung nach oben
Die Südostschweiz: Sie sprechen in Ihrem Buch von einer Feudalisierung der Schweiz. Was meinen Sie damit?
Hans Kissling: Die Vermögen der Reichsten lassen sich durchaus mit dem Besitz mittelalterlicher Fürstenhäuser vergleichen.
Im Mittelalter hatte der Erbadel auch die politische Macht inne. Davon kann heute kaum mehr sprechen.
Sicher nicht in dem Ausmass. Aber es gibt sehr ernst zu nehmende Anzeichen, dass der Geldadel von heute sich auch politisch mehr und mehr bemerkbar macht. Gleich mehrere Multimillionäre finanzieren die gewaltigen Wahlkampfausgaben der SVP.
Sie unterscheiden zwischen Reichen, die sich ihr Vermögen selbst erarbeitet haben, und reichen Erben. Weshalb?
Es ist im marktwirtschaftlichen Sinne legitim, wenn Leute wie Christoph Blocher und Nicolas Hayek selbst enorme Vermögen anhäufen. Ich zweifle aber daran, ob es legitim ist, dass deren Erben über diese riesigen Gelder verfügen, ohne dass sie selbst aktiv dafür etwas geleistet haben. Deshalb plädiere ich für eine eidgenössische Erbschaftssteuer. Bei den Superreichen ist ein Satz von 50% angebracht. Denn nichts befördert die Ungleichheit mehr als die Vererbung solch riesiger Vermögen.»

Aus einem Interview mit der «Südostschweiz», erschienen am 29. April 2008

«Superreiche immer reicher
Hans Kissling, der Herr der Zahlen. Während 14 Jahren ist Kissling der oberste Statistiker des Kantons Zürich gewesen. Was er dabei über die Entwicklung der Vermögen zu Gesicht bekam, hat ihm ganz und gar nicht gefallen. Jetzt prangert er in einem Buch die zunehmende Vermögenskonzentration an. Die Kluft zwischen Reich und Arm, so Kissling, sei bald so gross, wie sie im feudalen Mittelalter war.» Der Blick, 19. April 2008

«Viel Geld für wenige
Vaters Liebling wird Konzernchefin, lautete eine Schlagzeile am 12. Dezember 2003. Nach der Wahl in den Bundesrat ernannte Christoph Blocher seine 34-jährige Tochter zum CEO der Ems-Gruppe. Der Alt-Bundesrat muss in diesem Buch immer wieder als Negativbeispiel herhalten. Allein dies macht Autor Hans Kissling in rechtsbürgerlichen Kreisen wohl suspekt. Dabei hat der Ex-Chef des Statistischen Amtes des Kantons Zürich ein urliberales Anliegen: In der Marktwirtschaft müssen nicht die Erben, sonder die Tüchtigsten in die obersten Positionen und zu höchsten Einkommen gelangen. Das setzt Chancengleichheit voraus. Doch diese sei hier zu Lande immer weniger gewährleistet.» Sonntagszeitung vom 27. April 2008

«Die Schweiz gleicht einem Feudalstaat
Es ist nur ein schmales Buch. Aber es enthält mehr politischen Sprengstoff als viele dicke Wälzer. Das ist Dynamit.» Tages-Anzeiger, 14. Mai 2008

«Superreiche Erben schaden uns
Beobachter:Gab es diese Kluft zwischen Arm und Reich nicht schon immer?
Kissling:Die ungleiche Vermögensverteilung hat sich in den letzten Jahren radikal zugespitzt. 1991 hatten die drei reichsten Zürcher so viel Vermögen wie 45 Prozent der ärmeren Zürcher, 2003 besitzen sie schon so viel wie 56 Prozent. Das ist eine dramatische Entwicklung in dieser kurzen Zeit.
Beobachter:Schon Karl Marx hat vorausgesagt, dass immer weniger immer mehr haben werden. Wie kommt ein Chefstatistiker zum Klassenkampf?
Kissling:Es geht mir überhaupt nicht um Klassenkampf. Die Realität ist radikal, nicht meine Haltung. Als Statistiker stelle ich nur fest. Und während meiner 14 Jahre als Chef des Statistischen Amtes des Kantons Zürich beobachtete ich, wie sich immer grössere Vermögen auf immer weniger Personen konzentrierten.»
Aus einem Interview des «Beobachters» mit Hans Kissling, Ausgabe 9 vom 1. Mai 2008
 

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