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Meudalismus
Irrwege

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Das Finanzierungsproblem der Renten und seine Lösung einmal anschaulich erklärt - mit Monopoly

(2008)

von
Harald Wozniewski

Das Rentenproblem heute ist genau so, wie es sich bei einem Spielchen Monopoly abspielen würde, wenn man bei Monopoly mit ein paar zusätzlichen Spielregeln ein Rentensystem einführen würde.

Zusätzliche Spielregeln bei vier Spielern:

  1. Zu Beginn einer jeden Würfelrunde, zahlen zwei Spieler (Ausnahme unter 2) 10% ihres Geldes in die Rentenkasse ein; es wird kaufmännisch gerundet auf die Banknotenwerte. Wer weniger als 250 hat, zahlt also nichts ein (kleinster Notenwert = 50). Wer diese Beitragszahler sind, ergibt sich aus den folgenden Regeln.
  2. Der Spieler, der mir seiner Figur am weitesten vorne liegt, ist der Älteste (= Rentner) und bekommt das Geld aus der Rentenkasse. Sind zwei Spieler gleich weit am weitesten vorne, teilen sie sich die Rente; es gibt dann nur einen Beitragszahler.
  3. Der reichste Spieler (Grundstückswerte, Gebäudewerte, Geld) zahlt weder in die Kasse ein, noch erhält er eine Rente. Er ist schließlich reich genug, um nicht auf die Rente angewiesen zu sein. Natürlich übernimmt diese Rolle ein anderer Spieler, wenn der der reichste Spieler wird.

Probieren Sie diese Spielregel beim nächsten Mal einmal aus!

Sie werden folgendes feststellen: Zu Beginn des Spiels funktioniert das Rentensystem ganz gut. Denn alle Spieler haben ausreichend Geld. Am Ende des Spiels ist das Rentensystem zusammengebrochen! Warum ist klar. Der reichste Spieler hat alles Geld angesammelt, ist aber nicht zur Rentenzahlung verpflichtet. Die übrigen drei Spieler, egal ob Beitragszahler oder Rentner, haben kaum noch Geld.

Es gibt nun vier Auswege:

  1. Man lässt die Spielregeln, wie sie sind.
  2. Man schafft die Spielregeln für das Rentensystem wieder ab.
  3. Man ändert die Rentenspielregeln so, dass auch der Reiche Rentenbeiträge einzahlen muss, vielleicht auch so, dass er selbst Rentner sein kann.
    Bei dieser Lösung würde das Rentensystem zwar einigermaßen weiter funktionieren. Das Spielende, der Zusammenbruch der Monopoly-Volkswirtschaft, käme trotzdem.
  4. Man führt eine Vermögensbegrenzung ein, wonach jeder Spieler maximal doppelt so viel Vermögen (Werte von Grundstücken und Gebäuden, nicht Geld) wie der ärmste Spieler besitzen darf; bis zu 10000 Vermögen darf er trotzdem besitzen. Besitzt er wodurch auch immer zu viel Vermögen, muss er Vermögen (Gebäude wie Grundstücke) an den Meistbietenden (Versteigerung) verkaufen.
    Man verhindert damit, dass ein Spieler superreich wird, und bewirkt dadurch indirekt, dass den ärmeren Spielern das Geld nicht ausgeht. Das Spiel dauert ewig. Das Rentensystem bricht nicht zusammen.

Leser seit 5.5.2008:


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der aktuellen
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Aktuelle Zahlen (28.10.2011):
Geldmengen pro Haushalt /
 Veränderung p.a.:

Bar: 5.180,11 €
M1: 34.255,68 € / + 4,9%
M2: 56.349,25 € / + 6,4%
M3: 60.074,74 € / + 6,6%
Vermögen & “Stundenlohn”
des reichsten Deutschen:

17,10 Mrd. € / 479.045 €
Die 60 DM Kopfgeld 1948
entsprechen heute:

 6.966,59 €
Der Monatslohn, um heute die Kauf-
kraft der 60 DM von damals zu erhalten:

13.933,19 €
Der Bruttostundenlohn aller 
Arbeiter vom Dez. 1948
entspricht heute:
131,20 €
Geldumlaufgeschwindigkeit:
2010 auf 1,91 gesunken
(1981 noch 6,56)
Aktuelle Themen:
Staatsverschuldung
Wie viel Sie vom “Aufschwung” haben

Krisenpolitik - eine unendliche Geschichte

50 Jahre nach
Ludwig Erhard
»Wohlstand für Alle«:


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